Die Philosophie der Montessori-Pädagogik
Gesendet von Sigrid am Sonntag 18. Jul. 2010 unter AllgemeinBei der Montessori-Pädagogik handelt es sich um ein unter anderem von Maria Montessori ab 1907 entwickeltes pädagogisches Konzept.
Das Kind steht im Mittelpunkt
Das Bildungskonzept von Montessori kann als eine Philosophie angesehen werden, bei welcher die Individualität eines jeden Kindes im Zentrum des Interesses steht. So glaubte die namensgebende Mitbegründerin Maria Montessori daran, dass jedes Kind einen Eigenwert besitzt und seine eigene Persönlichkeit eigenständig aufbauen kann. In diesem Punkt unterschiedet sich die Philosophie von Montessori von anderen Konzepten und herkömmlichen Bildungsstandards. Kindern sollte die Möglichkeit gegeben werden, frei von Kritik und Behinderung lernen zu können. Sowohl Strafen als auch Belohnungen hindern den Menschen laut Montessori daran, seiner Inneren Einstellungen zu folgen und aus eigener Motivation heraus zu lernen. Es ist ein natürliches Bedürfnis vieler Kinder, am Leben (der Erwachsenen) teilnehmen zu wollen.
Eigenständigkeit wird groß geschrieben
Im Mittelpunkt der pädagogischen Erziehung stehen bei Montessori die Bedürfnisse, Interessen und Begabungen jedes einzelnen Kindes. Jeder Schüler nach seinem eigenen Rhythmus und auf seine eigene Art lernen. Dabei werden die Kinder von ihren Lehrern zur eigenständigen Steuerung ihrer Lernprozesse ermutigt. Sie sollen ihr Lerntempo und die Lerninhalte selbst festlegen und verändern können.
Montessori-Pädagogen sind der Ansucht, dass jedes Kind eine natürliche Freude am Lernen besitzt. Diese natürliche Freude wird mit speziellen Methoden gepflegt und gefördert, so dass jedes Kind die in ihm ruhende Persönlichkeit eigenständig entwickeln und ausbilden kann.
In der Montessori-Pädagogik werden Kinder sehr früh zur Selbständigkeit animiert, indem sie Arbeitsvorgänge lernen, welche im täglichen Leben notwendig sind. Zum Beispiel lernen Kinder im Montessori-Kindergarten unter anderem sich anzuziehen, sich zu waschen und den Esstisch zu decken. Dabei können sie in der Regel selbst entscheiden, in welchem Bereich und mit wem sie arbeiten möchten. Die Erzieher gelten dabei als Vorbild und Unterstützer der Identitätsentwicklung der Kinder.